Bund und Länder einigen sich auf Ausnahme-Regelung für Weihnachten

by admin
Private Zusammenkünfte sollen strenger begrenzt werden, um die Corona-Pandemie in den Griff zu bekommen. Bund und Länder einigen sich aber auf eine besondere Praxis für Weihnachten. Ein neuer Hotspot-Wert und Vorgaben für den Einzelhandel stehen ebenso schon fest.

Vor den Supermärkten könnte es vor Weihnachten lange Schlangen geben. Bund und Ländern haben sich darauf geeinigt, im Einzelhandel ein abgestuftes Verfahren anzuwenden. In Geschäften mit mehr als 800 Quadratmetern Verkaufsfläche soll künftig nur noch eine Person je 20 Quadratmeter erlaubt sein. Bisher war es eine Person je 10 Quadratmeter. Das berichten mehrere Medien unter Berufung auf Teilnehmerkreise.

Für Läden mit weniger als 800 Quadratmeter Verkaufsfläche bleibt es bei der bisherigen Regelung. Im Detail ist im Einzelhandel Folgendes geplant: Bis zu einer Fläche von 800 Quadratmetern soll sich höchstens eine Person pro 10 Quadratmetern befinden – auf der 800 Quadratmeter übersteigenden Fläche höchstens eine Person pro 20 Quadratmetern.

Auch auf eine neue Stufe in der Pandemiebekämpfung sollen sich Bund und Länder geeinigt haben. Das berichten „Bild“, „Tagesspiegel“ und das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf Teilnehmer. Ab einer Inzidenz von mehr als 200 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von einer Woche sollen demnach härtere Beschränkungen eingeführt werden. Bisher werden Corona-Maßnahmen ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 35 und 50 verschärft.

Ein generelles Verbot von Silvesterfeuerwerk soll es nicht geben. Wie berichtet wird, sollen Länder und Kommunen das Böllern „auf belebten Plätzen und Straßen“ aber verbieten, um größere Gruppenbildungen zu vermeiden. Die Rede ist auch von einer Empfehlung, auf ein Silvesterfeuerwerk zu verzichten. Auch öffentlich veranstaltete Feuerwerke wie am Brandenburger Tor soll es nicht geben.

Kontaktbeschränkungen verschärft, Ausnahmen für Weihnachten

Private Zusammenkünfte sollen nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur im Dezember auf den eigenen und einen weiteren Haushalt, jedoch in jedem Fall auf maximal fünf Personen begrenzt werden. Kinder bis 14 Jahre sollen hiervon ausgenommen sein. Schleswig-Holstein will an seinen eigenen Kontaktbeschränkungen festhalten. Bisher erlaubt waren Treffen unter Mitgliedern aus bis zu zwei Haushalten mit maximal zehn Personen.

Über Weihnachten sollen die Beschränkungen gelockert werden, wie schon zuvor bekannt geworden war. Vom 23. Dezember an sollen Treffen „im engsten Familien- oder Freundeskreis“ möglich sein, und zwar bis maximal zehn Personen insgesamt. Dazugehörige Kinder bis 14 Jahre sollen hiervon ausgenommen sein.

Die Ausnahmeregelung soll nach Angaben aus Teilnehmerkreisen „längstens“ bis zum 1. Januar gelten. Sollte es bei dieser Formulierung bleiben, wäre also zunächst offen, ob die Lockerungen am Ende überall auch über Silvester gelten werden.

Beginn der Weihnachtsferien noch strittig

Offen ist auch noch eine bundesweite Verlängerung der Weihnachtsferien. Die Länder schlagen vor, den Beginn der Ferien auf den 19. Dezember vorzuziehen, wo dies nicht schon der Fall ist. Einzelne Bundesländer wie Bayern und Nordrhein-Westfalen haben den Beginn ihrer Weihnachtsferien bereits vorgezogen. Die Kanzlerin ist hingegen für einen bundesweiten Ferienstart bereits am 16. Dezember. Das Ziel: die größtmögliche Reduktion von Kontakten vor den Feiertagen, um Ansteckungen an Weihnachten möglichst zu verhindern. Die Ministerpräsidenten sprechen von einer „Selbstquarantäne“.

Generell wünscht sich die Kanzlerin in Regionen mit besonders hohen Infektionszahlen auch weitere Änderungen im Schulbetrieb. So soll dort ab der siebten Klasse eine dauerhafte Maskenpflicht gelten, auch im Unterricht. Außerdem solle der Unterricht zeitlich gestaffelt beginnen, um die Anfahrt zu den Schulen zu entzerren.

Nach den Vorstellungen des Bundes soll zudem bei Erkältungssymptomen vor Weihnachten eine großzügigere Testmöglichkeit geboten werden, um die Begegnungen zur Weihnachtszeit so sicher wie möglich zu machen.

quelle: welt.de

Related Posts

Leave a Comment