Corona-Gipfel Bundesregierung will Skitourismus bis Mitte Januar verhindern

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Erst die Zügel anziehen, um sie dann über Weihnachten wieder etwas lockern zu können – das ist der Corona-Kurs von Bund und Ländern für die kommenden Wochen. Vor den neuen Beratungen gibt es aber auch noch unterschiedliche Auffassungen. Um 14 Uhr hat der Gipfel mit Merkel und den Ministerpräsidenten begonnen.

Die Bundesregierung will sich offenbar innerhalb Europas dafür einsetzen, Skitourismus bis zum 10. Januar zu verhindern. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Verhandlungskreise.

Demnach soll es einen Appell an die Bürger geben, auf „alle nicht zwingend erforderlichen beruflichen und privaten Reisen, insbesondere touristische Reisen auch ins Ausland, u.a. in Hinblick auf die Skisaison“ zu verzichten. Die Bundesregierung soll auf europäischer Ebene außerdem Regelungen abstimmen, um Skitourismus vor dem 10. Januar zu verhindern.

Im Vorfeld der Verhandlungen hatte unter anderem der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) auf eine gemeinsame europäische Lösung für Skiurlauber gedrängt. Die Aussicht auf entsprechende Reisebewegungen über die kommenden Feiertage bereite ihm „große Sorge“, sagte Söder am Mittwoch im ARD-„Morgenmagazin“. Frühere Urlaubszeiten im Frühjahr und Sommer hätten das Infektionsgeschehen befeuert.

Frankreich und Italien hätten angeregt, eine europäische Regelung zu finden und Skiurlaube erst am Januar zu erlauben,fügte Söder hinzu. Das halte er für notwendig. Die österreichische Regierung ist allerdings gegen ein Ski-Verbot. „Ich kann den Vorstößen nach der Schließung von Skigebieten über Weihnachten nichts abgewinnen“ die österreichische Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) am Mittwoch den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Winterurlaub in Österreich wird sicher sein. Unsere Betriebe haben bereits umfassende Sicherheitskonzepte für den Skiurlaub.“ Après-Ski werde es in dieser Saison aber nicht geben.

quelle: Fokus.de

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