Vodafone: Fiese Masche empört Kunden – neues Urteil soll sie besser schützen

by admin

Es klingt ärgerlich und teuer: Bei der Verbraucherschutzzentrale Hamburg gibt es immer wieder Beschwerden gegen Vodafone. Der Mobilfunkbetreiber soll Kunden Verträge untergejubelt haben – dabei haben sie diese nie abgeschlossen. Ein neues Urteil soll Verbraucher nun besser schützen.

Der Netzbetreiber Vodafone Kabel Deutschland versendete wiederholt Auftragsbestätigungen und Rechnungen an Kunden für Leistungen, die nie vereinbart wurden. Verschickt wurden in mehreren Fällen Bestellbestätigungen für die Produkte Kabel Digital, Video Select, Vodafone Giga TV App, Vodafone GigaTV inklusive HD Premium Cable und Vodafone TV Connect.

Beispiel: Vodafone-Kunde kündigte DSL-Vertrag

Die Verbraucherzentrale Hamburg ging schon mehrfach rechtlich gegen den Konzern vor: Es gäbe “immer wieder Ärger mit Vodafone”. Der aktuelle Fall beschäftigte auch das Landgericht München.

Eine Frau hatte demnach ihren zweijährigen DSL-Vertrag bei Vodafone fristgerecht gekündigt – jedoch gab es noch eine Frage zur Rücksendung des gebrauchten Routers. Also wandte sie sich an die Hotline. Zwei Tage nach dem Gespräch erhielt die Frau einen Brief von Vodafone – es war eine Auftragsbestätigung über die „Vodafone Giga TV App“. Für 9,99 Euro pro Monat soll die Frau Filme und Serien mobil schauen können. Vertragsbeginn war der Tag des Telefonats. Aber: Über die App und einen damit verbundenen Vertragsabschluss hatte der Service-Mitarbeiter nie mit der Kundin gesprochen.

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Das Urteil gegen Vodafone: 250.000 Euro Strafe drohen jetzt

Ein Gerichtsurteil geht auf die Forderung der Verbraucherzentrale ein und stimmt den Klägern in einem aktuellen Rechtsstreit nun zu. Der Mobilfunkbetreiber dürfe künftig keine Vertragsbestätigungen mehr schicken, wenn die gelisteten Service-Leistungen und Produkte nicht von den Kunden bestellt wurden – bei einem Verstoß droht dem Vodafone-Konzern ansonsten ein Ordnungsgeld in Höhe von 250.000 Euro pro Einzelfall.

Um diese Produkte von Vodafone Kabel Deutschland geht es:

  • Vodafone TV Connect
  • Vodafone GigaTV, inklusive HD Premium Cable
  • Kabel Digital 
  • Video Select
  • Vodafone Giga TV App (neues Urteil)
  • Internet- und Festnetzanschluss

Bereits 2018 entschied Gericht ähnlich

Hintergrund: Das ist nicht der erste Fall. Bereits 2018 entschied das Landgericht München ähnlich. Damals wollte ein Kunde seinen DSL-Vertrag wegen eines Umzuges kündigen.

Bei einem telefonischen Gespräch mit dem Anbieter sollten dem Betroffenen, trotz Kündigung, weitere Verträge angeboten werden. Zwar lehnte der Kunde diese ab, dennoch erhielt dieser im Anschluss eine Bestellbestätigung und Rechnungen für Kabel Digital und Video Select.

Als die geforderte Unterlassungserklärung nicht kam, ging der Fall vor Gericht – und Vodafone verurteilt, so die Verbraucherzentrale Hamburg.

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